Kieferorthopädische Behandlung für Kinder und Jugendliche bedeutet mehr als gerade Zähne — es geht darum, gesundes Wachstum zu fördern, die Bissfunktion zu verbessern und die besten Voraussetzungen für eine langfristige Mundgesundheit zu schaffen.
 
Da sich Kiefer und Gesicht noch entwickeln, bietet diese Phase eine einzigartige Gelegenheit, Probleme frühzeitig zu erkennen, eine ausgewogene Entwicklung zu unterstützen und die Behandlung zum effektivsten und angenehmsten Zeitpunkt zu planen.
 
Unser Prinzip ist einfach: nicht zu früh, nicht zu spät — sondern zum richtigen Zeitpunkt. Wir empfehlen keine Behandlung, bevor sie wirklich notwendig ist.
Wir beginnen in der Regel mit einer kieferorthopädischen Untersuchung ab etwa dem 7. Lebensjahr, wenn die ersten bleibenden Zähne durchbrechen und Bissmuster erkennbarer werden. Bei diesem Besuch beurteilen wir Zahnstellung, Kieferwachstum, Platzverhältnisse, Atemwege und gewohnheitsbedingte Faktoren (z. B. Daumenlutschen) sowie das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer.
 
In vielen Fällen ist keine sofortige Behandlung erforderlich — einfaches Wachstumsmonitoring in den richtigen Abständen kann der beste Ansatz sein.
Zahnausrichtung und -bewegung

Feste Zahnspange

Kieferorthopädische Behandlung für Kindern und Jugendliche bedeutet mehr als gerade Zähne-sie ünterstützt gesundes wachstum, verbessert die Bissfunktion und begleitet Ihr Kind in einer wichtigen Entwicklungsphase.

Eine zuverlässige Wahl in den Jahren, die am meisten zählen

  • Präzise, konsistente Zahnbewegung — ideal für wachsende Kiefer und sich verändernde Bissmuster
  • Wirksam bei einem breiten Spektrum von Fehlstellungen und Bisskorrekturproblemen
  • Kontinuierliche Wirkung während der Wachstumsphase
  • Regelmässige Kontrollen ermöglichen Anpassungen entsprechend dem Wachstum Ihres Kindes
Zahnausrichtung und -bewegung

Clear Aligner

Für Jugendliche, die auf ihr Aussehen achten, bieten Clear Aligner eine wirksame und nahezu unsichtbare Möglichkeit zur Zahnkorrektur — ohne Brackets oder Drähte.

Eine diskrete Option für selbstbewusste Jugendliche

  • Nahezu unsichtbar — keine Brackets oder Drähte
  • Herausnehmbar zum Essen, Zähneputzen und zu besonderen Anlässen
  • Geeignet für verschiedene Fehlstellungskorrekturen während der Jugendjahre
  • Behandlungsfortschritt wird digital geplant und in jeder Phase überwacht
Herausnehmbare Apparaturen

Kieferwachstumsführung

Während der Kindheit und frühen Adoleszenz wächst der Kiefer noch aktiv — und das ist das Zeitfenster, in dem gezielte Eingriffe den grössten Unterschied machen können.

Entwicklung formen, bevor sie zum

  • Lenkt das Kieferwachstum in der empfindlichsten Wachstumsphase
  • Kann den Bedarf an komplexeren Behandlungen in späteren Jahren reduzieren
  • Spricht Kreuzbisse, Unterbisse und Kieferasymmetrien frühzeitig an
  • Behandlung wird um das individuelle Wachstumsmuster und den Zeitplan des Kindes geplant
Herausnehmbare Apparaturen

Expansionsapparaturen

Wenn der Kiefer eines Kindes zu schmal ist, können Expansionsapparaturen den Zahnbogen sanft erweitern — und so den nötigen Platz für einen gesunden Zahndurchbruch schaffen.
 
 

Platz schaffen zum richtigen Zeitpunkt

  • Erweitert einen engen Ober- oder Unterkiefer zur Verbesserung der Bogenform
  • Reduziert Engstände und unterstützt einen gesünderen Zahndurchbruch
  • Am wirksamsten während des aktiven Wachstums — Timing wird sorgfältig geplant
  • Kann den Bedarf an Extraktionen oder komplexeren Behandlungen reduzieren
Herausnehmbare Apparaturen

Biss- und Kieferentwicklungsüberwachung

Nicht jedes Kind braucht sofortige Behandlung — aber jedes Kind profitiert von einer Überwachung. Die Biss- und Kieferentwicklungsüberwachung bedeutet, dass wir verfolgen, wie die Zähne durchbrechen, wie der Kiefer wächst und wie sich der Biss im Laufe der Zeit bildet.

Probleme erkennen, bevor sie entstehen

  • Verfolgt Zahndurchbruch, Kieferwachstum und Bissentwicklung
  • Erkennt Probleme frühzeitig — bevor sie komplexer zu behandeln werden
  • Vermeidet unnötige oder verfrühte Behandlung
  • Stellt sicher, dass die aktive Behandlung zum effektivsten Zeitpunkt beginnt
Unser Team

Team von Experten

Unser Team vereint kieferorthopädisches Fachwissen, präventive Zahnmedizin und ein gemeinsames Engagement für eine personalisierte Behandlung.

Fachzahnärztin für Kieferorthopädie dr. Marju Vunder

Dr. Marju Vunder

Fachzahnärztin für Kieferorthopädie (CH)

Aline Joos Zahnärztin / M.Sc. Kieferorthopädie

Dr. Aline Joos

Leitende Kieferorthopädin

Ich möchte, dass sich unsere Patientinnen und Patienten fachlich gut betreut und menschlich wohl fühlen.

Dr. Aline Joos
Leitende Kieferorthopädin
Gut zu wissen

Antworten auf häufige Fragen

Die Schweizerische Gesellschaft für Kieferorthopädie empfiehlt eine erste kieferorthopädische Kontrolle im Alter von etwa 7 bis 8 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt sind die ersten bleibenden Zähne durchgebrochen und die Kiefer- und Zahnentwicklung lassen sich zuverlässig beurteilen. Viele Fehlstellungen lassen sich in dieser Wachstumsphase früh erkennen und in vielen Fällen präventiv günstig beeinflussen. 

Eine Frühbehandlung kann Kreuzbisse, ausgeprägte Engstände, Lutschgewohnheiten oder skelettale Asymmetrien korrigieren, solange das Kieferwachstum noch aktiv ist. Dadurch werden in vielen Fällen spätere, aufwendigere Behandlungen oder kombinierte Operationen vermieden. Ziel ist nicht eine vorgezogene „grosse“ Spange, sondern die gezielte Lenkung des Wachstums in der richtigen Phase. 

In der Wachstumsphase zwischen etwa 10 und 14 Jahren lassen sich Bisslagen und skelettale Diskrepanzen besonders effektiv beeinflussen, da der Kiefer noch aktiv wächst. Festsitzende Apparaturen können hier optimal in das natürliche Wachstum integriert werden, was Behandlungszeit und Behandlungsaufwand reduziert. Bei richtiger Indikation entsteht so eine stabile, langfristige Korrektur. 

Jugendlichen stehen alle modernen Apparaturen zur Verfügung: festsitzende Brackets in Metall oder Keramik, transparente Aligner und in geeigneten Fällen linguale Systeme. Bei jüngeren Kindern im Wechselgebiss kommen häufig herausnehmbare Spangen oder funktionskieferorthopädische Geräte zum Einsatz, um Platz zu schaffen und das Kieferwachstum zu lenken. Welche Methode geeignet ist, entscheiden wir nach der digitalen Diagnostik gemeinsam mit Eltern und Kind.

Herausnehmbare Spangen kommen vor allem bei Kindern im Wechselgebiss zum Einsatz, um Platz zu schaffen, Kieferwachstum zu lenken oder Habits wie Daumenlutschen abzugewöhnen. Sie werden meist nachts und mehrere Stunden tagsüber getragen und dienen häufig als Vorbehandlung vor einer späteren festsitzenden Apparatur. Der Behandlungserfolg hängt direkt von der konsequenten Tragezeit ab.

Die Behandlungsdauer hängt vom Schweregrad der Fehlstellung und der gewählten Apparatur ab und liegt typischerweise zwischen 18 und 30 Monaten. Eine vorgeschaltete Frühbehandlung bei Kindern dauert in der Regel 12 bis 18 Monate, gefolgt von einer Beobachtungsphase bis zur eigentlichen Hauptbehandlung. Eine präzise Schätzung erhalten Sie nach der digitalen Behandlungsplanung mit 3D-Scan. 

Ja, sportliche Aktivität und das Spielen eines Blasinstruments sind mit jeder Zahnspange grundsätzlich vereinbar. Bei Kontaktsportarten empfehlen wir das Tragen eines individuell angepassten Mundschutzes über der Spange. Beim Spielen von Blasinstrumenten kommt es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase meist zu keinen anhaltenden Einschränkungen.

Mit einer festsitzenden Spange ist eine besonders gründliche Zahnpflege wichtig, da sich Plaque zwischen Brackets und Drähten leicht ansammelt. Empfehlenswert sind eine elektrische Zahnbürste oder eine spezielle orthodontische Handzahnbürste, Interdentalbürsten für die Zwischenräume und eine fluoridhaltige Zahnpasta. Bei VUNDER ORTHODONTICS wird Ihr Kind zu Beginn der Behandlung in der korrekten Putztechnik geschult. 

Die obligatorische Grundversicherung übernimmt kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern grundsätzlich nicht. Je nach Vertrag können Zahnzusatzversicherungen einen Teil der Kosten übernehmen. Wichtig ist, den Versicherungsschutz frühzeitig zu prüfen, da ein späterer Abschluss nach bereits festgestellter Fehlstellung eingeschränkt sein kann. Bei klar definierten Geburtsgebrechen gemäss IV können Leistungen der Invalidenversicherung möglich sein. Wir unterstützen Sie bei der Einschätzung Ihres Versicherungsschutzes und stellen die nötigen Berichte aus.

Nach dem Entfernen folgt die sogenannte Retentionsphase: Ein Retainer  entweder als dünner Draht hinter den Frontzähnen oder als nachts getragene Schiene – stabilisiert das Behandlungsergebnis dauerhaft. Ohne Retainer können sich die Zähne im Laufe der Jahre wieder leicht verschieben. Zusätzlich erfolgt eine professionelle Dentalhygiene, damit das Ergebnis langfristig hält.

Ein digitaler 3D-Scan erfasst die Zähne und Kiefer mit einer Intraoralkamera ohne klassische Abdrucknahme mit Gips. Der Scan ist schnell, komfortabel, präzise und ermöglicht die anschliessende digitale Planung der gesamten Behandlung am Bildschirm. Auf seiner Basis können wir Ihnen und Ihrem Kind mit Smile-Design-Software das voraussichtliche Endergebnis bereits vor Behandlungsbeginn visualisieren. 

 

Bei festsitzenden Apparaturen sind Kontrolltermine in der Regel alle 4 bis 8 Wochen vorgesehen, bei Aligner-Behandlungen alle 8 bis 12 Wochen. Der konkrete Rhythmus richtet sich nach der Behandlungsphase und der individuellen Reaktion auf die Therapie. Termine werden langfristig im Voraus geplant, um Schul- und Familienkalender zu schonen. 

Kontakt

Wir sind mulitlingual